ALLIUM CEPA
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URSUBSTANZ
Systematik: gewöhnlich roter Küchenzwiebel, den wir als Feld- oder Gartengemüse kennen.
Besondere Kennzeichen: Wirkt besonders auf die oberen Atemwege heilt gewöhnliche Erkältungen, die sich in der Nase festsetzen und nach unten wandern. Es wirkt zunächst auf der linken Seite der Nase und verschiebt sich später auf die rechte Seite. ALLIUM CEPA weist in der Prüfung die Tendenz auf, Entzündungen vom obersten Teil der Atemwege, also von der Nase, nach unten zum Kehlkopf und zu den Bronchien zu treiben. Achtung bei Patienten, die eine Tendenz zu allergischem Asthma zeigen. Hier keine hohe Potenzen benutzen, wenn man sich über das Mittel nicht sicher ist.
Synonyme: Ein Fließschnupfen mit wundmachendem Sekret, jedoch mit nicht reizendem Tränenfluss. Bei Erkältung infolge feuchtkaltem Wetter
Abkürzung in der Homöopathie: All-c.
PRÜFUNGEN
SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER
REGION:
SCHLEIMHÄUTE:
- NASE
- AUGEN
- Kehlkopf
- Gedärme
Nerven. Links nach rechts.
SCHLECHTER: WARMER RAUM. Feuchte Füße. Singen. Feuchtigkeit. Nord- oder Westwind. Frühling.
BESSER: Kühle, frische Luft. Baden. Bewegung.
Akute Erkältung, Katarrhe oder Neuralgien. Schießende Schmerzen; so fein wie ein Faden.
Stirnkopfschmerzen; zu den Augen und zum Gesicht; > fließender Schnupfen oder Menses.
Wässrige Augen <Husten; wünscht sie zu reiben (Scil.)
HÄUFIGES, HEFTIGES NIESEN, SCHNUPFEN; SCHARF, WÄSSRIG; mit Brennen, Beißen.
Tröpfeln der Nase oder vom Zäpfchen.
Empfindlich gegenüber Gerüchen.
Rauher Hals oder Kehlkopf. Flatulenz; lärmend; widerlich; schmerzhaft.
Reichlicher Urin. Unaufhörlicher, hackender, kitzelnder Husten; hält ihn zurück; als ob die Kehle zerreißt oder zersplittert; muss sie anfassen.
Sprechen schmerzhaft. Heiserkeit. Chronische Bronchitis. Phantomschmerz. Wundgescheuerte Füße.
Ergänzend: Phos. Verwandt: Euphr. Gels. Kali-i.
LEITSYMPTOME
ÄTIOLOGIE
MODALITÄTEN
Verschlimmerung
- im warmen Raum
- gegen Abend
Besserung
- im Freien
MIASMATIK
KLINISCHE INDIKATIONEN
GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME
Passt zu phlegmatischen Patienten.
ALLGEMEINSYMPTOME
Patient fühlt sich richtig scheußlich, mit Benommenheit, Stumpfheit, Schwierigkeiten bei Denken und großer Schläfrigkeit. - Bei Patienten, die an ähnlichen Symptomen leiden, jedoch einen klaren Kopf dabei haben, wird dieses Mittel eher nicht die gewünschte Wirkung zeigen.
Verlangen
Abneigungen
CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME (Schema Kopf zu Fuß)
Kopf
Kopfschmerzen bei Schnupfen, hauptsächlich in der Stirn, Fadenartiger Schmerz im Gesicht, meist in der rechten Schläfe
Augen
Reichlicher, nicht wundmachender Tränenfluss; Jucken, Beißen, Brennen in den Augen. Empfindlich gegen Licht. Die Augen sind blutunterlaufen und wässrig;
Ohren
Nase
Übermäßige, wässrige und sehr scharfe Absonderungen aus der Nase, mit Tränen der Augen. Anhaltendes Niesen, Fließschnupfen mit Kopfschmerzen, Husten und Heiserkeit. Polypen.
Gesicht
Mund
Zähne:
Innerer Hals
Schmerz im Hals, der sich zu den Ohren erstreckt.
Atemwege
Katarrhalische Heiserkeit. Reizhusten beim Einatmen kalter Luft. Kitzeln im Kehlkopf. Neigung, sich ständig zu räuspern. Empfindung, als wäre der Kehlkopf gepalten oder gerissen. Beklemmte Atmung durch Druck in der Brustmitte. Zugeschnürtes Gefühl in der Gegend des Kehlkopfdeckels. Schmerzen erstrecken sich bis zum Ohr.
Brust
Herz und Puls
Abdomen
Rumpeln in den Därmen und übel riechende Blähungen. Schmerzen im linken Hypogastrium. Kolik beim Sitzen und Umherbewegen.
Magen
Heißhunger. Schmerz in der Pylorusregion. Durst. Aufstoßen. Übelkeit.
Äußerer Hals und Rücken
Rektum, Anus und Stuhl
Stiche im Rektum; Jucken und Rhagaden im Anus. Glühende Hitze im Rektum.
Harnorgane
Urin:
Empfindung einer Blasenschwäche. Häufiges und reichliches Wasserlassen. Urin ist rot. Brennen in der Urethra.
Männliche Genitalien
Weibliche Genitalien
Menstruation:
Extremitäten
Obere Extremitäten
Untere Extremitäten
Wundes, müdes Gefühl der Glieder, besonders der Arme. Geschwüre an der Ferse. Nasswerden der Füße kann böse Folgen bringen.
Haut
Fieber und Frost
Schlaf
Weit geöffneter Mund im Tiefschlaf. Erwachen um 2 Uhr.
Träume
BESONDERE HINWEISE
Bewährte Indikationen
Thema des Arzneimittels
Körperlich:
Psychisch:
Hinweise zur Signatur:
Symbolik, Mythologie, Analogien aus Literatur und Künsten:
VERWANDTE MITTEL
Komplementärmittel/Ergänzungsmittel
PHOSPHORUS, THUJA OCCIDENTALIS, PULSATILLA PRATENSIS
Folgemittel
Zyklen
Kollateralmittel/Vergleichsmittel
GELSEMIUM SEMPERVIRENS, EUPHORBIUM OFFICINARUM, KALIUM IODATUM, ACONITUM NAPELLUS, IPECACUANHA
Antidote
ARNICA MONTANA, CHAMOMILLA RECUTICA, VERATRUM ALBUM
Es antidotiert
QUELLEN
S.R. Phatak: Homöopatische Arzneimittellehre; Verlag Urban & Fischer; ISBN 3-437-56861-2
William Boericke: Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre; Verlag Narayana; ISBN 978-392-138384-1
Georgos Vithoulkas: Homöopathische Arzneimittel; Verlag Urban & Fischer; ISBN 978-3-437-55061-4
C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4